Verbale Blutgrätschen und andere Tiere

"Soll ich etwa
ein Lagerfeuer
im Wohnzimmer anzünden?"



Fußballsprüche aller Art kann man seit der WM 06 in Dutzenden von Büchern und Websites einsehen.
Hier kümmt nun die ganz persönliche Hitliste von Doktor Hammer:

George Best (R.I.P.):

Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Und den Rest habe ich einfach sinnlos verprasst.

Leo Beenhakker (als Coach von Trinidad & Tobago):

Was ich nach der Weltmeisterschaft mache? Och, ich denke, ich werd erst mal ein paar Monate Golf spielen. Solange, bis Tiger Woods nervös wird. Schließlich ist langsam an der Zeit, dass mal einer kommt und Tiger Woods nervös macht.

Ahmet Ertegun, Präsident von Cosmos New York, 1976 über Franz Beckenbauer:

Sag dem Kraut, er soll seinen Arsch nach vorne bewegen. Wir zahlen keine Millionen für so einen Burschen, damit er nur in der Abwehr rumhängt.

Felix Magath:

Schach ist für mich neben Fußball der schönste Sport, weil es aufgrund der Figuren auch ein Mannschaftssport ist.

Günter Brocker:

Lieber fünf Jahre Gefängnis, als Trainer von Eintracht Frankfurt sein.

Hans Meyer:

Bemerkenswert finde ich die Tatsache, dass 3.000 unserer Fans in St. Pauli waren, und davon waren höchstens 2.000 wegen der Reeperbahn da.

Heinz-Gregor Johnen, Präsident von Alemannia Aachen:

Die Fans sollen im Stadion nicht randalieren, sondern ihre Wut lieber zu Hause an ihren Frauen auslassen.

Hennes Weisweiler über Günter Netzer:

Abseits is, wenn dat lange Arschloch zo spät abspielt.

Atze Friedrich, Ex-Spieler und Ex-Präsident des 1.FC Kaiserslautern:

Wir waren früher härter - bei uns gab's keine Verletzungen, sondern nur glatte Brüche.

Klaus Toppmöller:

Wenn ich so Fußball gespielt hätte wie Berti Vogts, so als reiner Wadenbeißer, dann hätte ich mit 18 Jahren meine Fußballschuhe verbrannt.

Max Merkels letzter Satz als Trainer des spanischen Tabellenführers Atletico Madrid:

Spanien wäre ein schönes Land, wenn nicht so viele Spanier dort leben würden.

Ottmar Hitzfeld (nachdem er versehentlich seinen Wagen auf dem Parkplatz von Lothar Matthäus abgestellt hatte):

Ich dachte, er kommt mit dem Hubschrauber.

HSV-Manager Dr. Peter Krohn über Kuno Klötzer:

Da sitzt unser Trainer dick und fett und rührt sich nicht.

Dr. Peter Kunter, Torwart und Vizepräsident von Eintracht Frankfurt:

Ich habe im Fußballgeschäft so zu lügen gelernt, dass mich sogar meine Frau für einen Drecksack hält.

Peter Neururer am ersten Tag eines Trainingslagers:

Ihr könnt Eimer zum Kotzen mitnehmen.

Roland Wulff, Präsident des HSV, in einer Pressekonferenz zu den Journalisten:

Greifen Sie zu! Seit die Bilanz gut ist, ist weniger Brot in den Frikadellen.

Rudi Assauer:

Das Wort "mental" gab es zu meiner Zeit als Fußballspieler noch gar nicht. Nur eine Zahnpasta, die so ähnlich hieß.

Riegel-Rudi Gutendorf:

Es stimmt nicht, dass ich in Spanien mit vielen Frauen poussiert habe. Es gibt viele Fotos, wo ich alleine unter Pinien stehe.

Tschik Cajkovski:

Die Torhüter spinnen alle ein bisschen. Ich kannte mal einen, der schrieb einen Brief deshalb langsam, weil er wusste, dass seine Mutter nur langsam lesen konnte.

Uwe Klimaschewski, Trainer des FC Homburg, ca. 1974:

Meine Spieler sind Intellektuelle. Die haben Maos Tod letzte Woche noch nicht verkraftet.

Weitere Fragen kann ich nicht beantworten. Ich muss jetzt zu meinen Spielern. Die sind so blind, dass sie den Weg von der Kabine zum Bus nicht finden.

Unsere Spieler können 50-Meter-Pässe spielen: fünf Meter weit und 45 Meter hoch.

Dieter Nuhr, Kabarettist:

Bei der Fußball-WM habe ich mir Österreich gegen Kamerun angeschaut. Auf der einen Seite Exoten, fremde Kultur, wilde Riten - und auf der anderen Seite Kamerun.

Rolf Rüssmann:

Wenn wir hier schon nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt.

Bert Papon, Trainer von Dunfermline, nach einer 0:7-Pleite:

Irgendwelche Fragen, bevor ich gehe und mich aufhänge?

Achim Stocker, Oberfinanzdirektion Freiburg:

Ich werde immer älter, immer dümmer und damit immer geeigneter für den Staatsdienst.

Adi Furler (ARD):

Liebe Zuschauer, meine Kollegen haben geackert wie die Kümmeltürken, um Ihnen diesen Bericht noch zeigen zu können!

Andreas Herzog:

Früher haben wir Gras gefressen, jetzt wackeln wir nicht mal mehr mit dem Arsch.

Anthony Yeboah:

Soll ich etwa ein Lagerfeuer im Wohnzimmer anzünden?
(auf die Feststellung des "Kicker", er wohne "wie ein deutscher Musterbürger")

Das Blöde an meinem Job? Ich muss arbeiten, wenn auf NDR 2 Fußball läuft.

BBC-Reporter Beni Turnher:

Der Rasen sieht alt und gebraucht aus. Irgendwie erinnert er mich an die Kleider der Kelly Family.

Metalboerse - Underground Mailorder


Aleksandar Ristic
:

Ich habe zu meiner Mannschaft gesagt: "Stürmen!" Sie haben wohl "türmen" verstanden.

Bei manchen Spielern fehlt etwas, deshalb spielen sie auch bei mir und nicht in Barcelona.

Weisweiler und Happel sind tot, Hitzfeld ist bei den Bayern. RWO hat den besten Trainer, den man kriegen kann.

Charly Neumann über Schalkes Ex-Präsi Günter Eichberg:

Er kann nicht nein sagen. Wenn er eine Frau wäre, hätte er bestimmt schon 20 Kinder. 

Christoph Daum:

Im Vergleich zu den Artikeln, die türkische Sportjournalisten schreiben, sind die Märchen aus Tausendundeiner Nacht empirische Untersuchungen.

Berti Vogts:

Hass gehört nicht ins Stadion. Solche Gefühle sollte man gemeinsam mit seiner Frau daheim im Wohnzimmer ausleben.

Presse-Info des DDR-Rekordmeisters BFC Dynamo Berlin:

Neuer Dauerkarten-Rekord beim BFC Dynamo: Der BFC konnte den Verkauf von Dauerkarten in der neuen Saison verdoppeln!
(von 17 auf 36 Stück)

Christian Ziege:

Ja, hallo, hier spricht Carl Lewis.

(als Spieler von Hertha Zehlendorf beim ersten Anruf von Uli Hoeneß)

Die niederländische Tageszeitung De Volkskrant über die deutsche Nationalelf zu Zeiten von Chefcoach Super-Erich Ribbeck:

Die unberechenbare Kampfmaschine ist zu einer weichen und phantasielosen Joghurt-Brigade degeneriert.

Die Welt:

Markus Beerbaum kann mit einem Hintern fünf Pferde reiten, und das an einem einzigen Morgen - und wenn man noch den Hintern seiner Frau dazu nimmt, sind es sogar zehn.

Diego Maradona bewundert Norweger und Schotten:

Die haben viereckige Füße. Das sind Robocops.

Dietmar Demuth (nachdem St. Pauli in zwei Spielen elf Tore geschossen hatte):

Man muss versuchen, den Gegner durch permanentes Toreschießen zu zermürben.

Ede Geyer:

Ich kann doch nicht schon jetzt die Aufstellung vom nächsten Wochenende sagen. Der eine kriegt eine Grippe, beim anderen kriegt die Oma einen Zahn.

Eric Meijer lobt Linienrichter:

Wenn du so gerne das Fähnchen schwenkst, dann such dir doch 'nen Job am Flughafen!

Ich habe ihn einen Mixer mit W genannt.
(Nach einem Platzverweis wegen Schiedsrichterbeleidigung)

Erwin Kostedde:

Ich möchte nie mehr arbeiten, sondern nur noch am Tresen stehen und saufen.

Fans von Grasshopper Zürich beim Derby gegen den FC Zürich:

Wir wollen keine Zürcher Schweine!

Finnische Zeitung:

Russische Juden sind mit die besten Stürmer der Welt.
(Originalzitat des Waliser Nationaltrainers: "Rush an' Hughes are some of the best attackers in the world.")

Frank Mill steht permanent im Abseits:

Der Linienrichter hatte wohl einen Holzarm.

Franz Beckenbauer:

Drei Punkte ist besser als in die Hose geschissen.

Ich habe gerade "Sofies Welt" gelesen, diesen dicken philosophischen Schinken. Sokrates, Aristoteles, Platon und diese Leute haben sich vor zweitausend Jahren Gedanken gemacht, da sind wir noch auf den Bäumen gesessen und haben uns vor den Wildschweinen gefürchtet. Seither haben sich nur ganz wenige weiterentwickelt.

Friedel Rausch:

Rehhagel geht mit Goethe ins Bett, ich mit meiner Frau.

Fritz Walter junior:

(der Ex-Torjäger des VfB Stuttgart auf die Frage, wie denn seine Frau heiße)

Ha, auch Walter!

Rolf Schafstalls letzter Arbeitstag bei Dynamo Dresden:

Dreck, wo du hinguckst. Denen hab ich erst mal den Marsch geblasen: Besen in die Hand nehmen, auskehren, Hygiene herbeibringen. Dem Zeugwart muss man in den Arsch treten, dass er seinen Job macht und nicht in den Tag reinquasselt und von alten Zeiten erzählt. Das sind lauter Spinner hier. Da stehen die Galoschen im Regal, voller Mist. Da hab ich gesagt: Jetzt kauft euch zwei Behälter mit Wasser drin und zehn Wurzelbürsten und macht die Schuhe draußen sauber, ja? Die sehen keinen Dreck hier. Das haben die früher nicht sehen müssen. Die sind nicht zur Arbeit, nicht zur Ordnung, zu nichts erzogen worden hier. Das stinkt zum Himmel... Vor Wochen komm ich vor dem Training in die Umkleide, da sitzen die da und knobeln. Ich sag: Morgen, die sagen: Morgen. Da steht keiner auf, da hört keiner zu - kein Anstand. Lauter Ossis. Soll ich dafür Sorge tragen, dass die im richtigen Moment nicht den Tritt in den Arsch bekommen haben? Ich weiß: Das ist befristet. Und dann mache ich den Abflug hier.



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